spielzeug-nutzungdandyland

Re: Ich empfinde Access incl. MS SQLServer gegenüber Oracle als Spielzeug. - Sicherheitsleck im Application Server vo…

ing-games-get-ready-for-the-real-war/”>spielzeugs sein, dass Ihr etwas wesentliches aus den Augen verliert?
Nein.
> Eure Implementierungen betreffen vermutlich keine 2-3% des
> IT-Marktes.
Du zaehlst falsch. Nach Zahl der Installationen, wenn man
keinen Unterschied zwischen Client und Server macht, duerften
es 8-12% des Computermarktes sein.
Ob es sehr sinnvoll ist, Mainframes, Supercomputer, Server aller
Art und PC-Clients nach Kopfzahl auszuzaehlen, mag man bezweifeln.
Aber nun gut. Die 88-92%, die Microsoft da hat, sind schon relativ
beeindruckend, wenn man auf so etwas schaut. Zaehlen wir die PDAs
noch dazu, sinkt der MS-Wintel-Anteil schon in den Bereich von
unter 80%, nimmt man Microcontroller und Steuerungen hinzu, was
nicht illegitimer ist, als einen MVS-Mainframe und einen PC als
zwei Computer zusammenzuzaehlen, schrumpft der Wintel-Anteil weit
unter 30%, mit Spielkonsolen und Kneipenautomaten zusammen auf
vielleicht 20 Prozent. Gehen wir nach Umsaetzen aller Hardware-
und Softwarebuden, schrumpft der Microsoft-Anteil sogar unter
diesen Wert. Und alle Baeckereien der nicht so gewaltig grossen
BRD zusammen machen eh mehr Umsatz als der Weltkonzern Microsoft.
> Grosskonzerne mögen solche Server-Parks ja noch aufstellen und vor
> allem finanzieren, das Gross der Firmen benötigen diese Rechenkraft
> einfach nicht.
Naja, das “Gross” der Menschen braucht eh keine Computer. Was
moechtest Du uns also mitteilen?
> Somit bauscht Ihr hier ein Thema auf, welches für 90% der Anwender
> und Anwendungen nicht relevant ist.
Genau genommen bauschen alle Computernutzer ein Thema auf, das fuer
die grosse Mehrzahl der Menschen nicht relevant ist. Sollten wir
nicht lieber ueber Lebensmittel oder Sex diskutieren? Das betrifft
alle Menschen.
> Um Euer anerkennendes KnowHow zu unterstreichen und es hier
> ständig untermauern zu wollen, dass man’s doch besser weiss,
> bringt meiner Ansicht nach wenig.
Naja, moechtest Du uns sagen, es waere besser, ueber Themen zu
diskutieren, von denen man keine Ahnung hat? Oder dass man nicht
mehr wissen darf als die 92-95% User von PC-Clients, deren Marke
mit grossem M anfaengt? Darf ich denn noch andere Blaetter als die
Bild-Zeitung lesen, ohne Rechtschreibfehler schreiben und einen
Wortschatz ueber 300 Worten haben? Oder ist das schon zu elitaer?
> Aber wenn’s Euch gut tut…
Naja, Diskussionen zwischen Leuten, die sich in einem Themengebiet
auskennen, fuehrt zum Austausch von Informationen. Ich habe hier
im Forum sowohl Fakten als auch Sichtweisen kennengelernt, die ich
vorher nicht kannte. Das tut gut.
> Wer was auf welchen Servern in Euren Dimensionen aufsetzt, wird
> wohl immer Geschmacksache sein und eine Entscheidung Eures
> IT-Teams.
Das
ist eher eine Entscheidung von Geschaeftsleitungen als von
IT-Teams. Geschmacksache ist es eher selten. Es geht eher um
technische und oekonomische Fragen. Aber sicher gibt es dabei
auch Fehlentscheidungen. Darueber diskutieren wir unter anderem.
> Da spielt das BS, denke ich mal, eine untergeordnete Rolle.
> Jemand muss das Ganze ja auch noch bezahlen.
Das Betriebssystem spielt da sehr wohl eine Rolle, gerade weil
das Ganze bezahlt werden muss. Da spielt es schon eine Rolle,
ob der Server bis zum naechsten Upgrade vergessen werden kann
oder staendiger Handreichung bedarf. Und Downtimes sind auch
sehr teuer, Sicherheitsalarme noch viel teurer.
Uebrigens noch was zum Nachdenken angesichts der “ueber 90%”:
Im Jahre 1988 stammten von weltweit ca. 34 Millionen Computern
gut 29 Millionen von einer Firma, die Hardware und Betriebs-
system lieferte. Diese Firma hiess Commodore Bueromaschinen.
Etwa 26 Millionen waren Rechner vom Typ C-64, einige Millionen
VC-20, C-16 und Pet und etwas ueber eine Million Buerorechner
der Typreihen 3000 und 8000. Dazu kamen noch einige Millionen
Heim- und kleine Buerocomputer von Firmen, deren Namen heute
nicht mehr viele kennen (ich nenne mal Schneider und Atari *g*,
das waren aber beileibe nicht die einzigen).
Etwa 1,8 Millionen Maschinen waren PC der Typen IBM PC und Clones
(8088- und 8086-Prozessoren, ueber eine Million) sowie PC AT 286
und 386 (etwa eine Viertelmillion, davon ein Zehntel AT-386)
sowie PC von Apple (ueber 200.000). Von diesen PC waren ueber
eine Million mit MS-DOS ausgeruestet, mehrere hunderttausend
mit CP-M und etwa hunderttausend mit dem Unix-Abkoemmling Xenix,
den Microsoft gerade an SCO verkauft hatte.
Dazu kamen weitere mehrere zehntausend Unix-Installationen auf
Hardware aller Art, einige zehntausend Serversysteme VAX und PDP
mit VMS der Firma Digital Equipment, etwa genausoviele Midrange-
Computer der Baureihen /34, /36 und /38 der Firma IBM (die
Vorgaenger der spaeteren AS-400) dazu unter zehntausend Mainframe-
Rechner unter der Betriebssystemarchitektur OS-360/370 (ab wann
hiess das eigentlich MVS) und unter 2000 Mainframerechner mit
dem 360-kompatiblen Betriebssystem BS2000 von Siemens.
(Zahlen sind alle aus dem Gedaechtnis, fuer Korrektur/Praezisierung
danke ich im voraus)
Fazit: Schon damals gab es PC. Aber es gab darunter eine viel
vielfaeltigere und buntere Welt der Client- und Homecomputer.
Man haette 1988 schon ziemlich tief in die Kristallkugel schauen
muessen, um zu sehen, dass die damaligen ueber 90% der Computer
knapp 15 Jahre spaeter verschwunden sein wuerden.
Ich sage nicht, dass in knapp 15 Jahren Microsoft weg ist (ich
denke auch nicht, dass das der Fall sein wird). Aber 1988 haette
auch keiner gesagt, dass Commodore verschwindet, und wenn, dann
eher zu Gunsten von IBM.
Sicher ist nur eins: Unix gab es schon damals, und es sieht nicht
so aus, als wenn es das in 15 Jahren nicht immer noch geben wird.
Dafuer braucht es keine Kristallkugel.
a^2

Posted on Juli 12th, 2008 in Allgemein |


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