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OLPC - Spielzeug ?!!! - OLPC-Chef Negroponte: “Intel ist wie McD…

spielzeug hier ueber den OLPC diskutieren, sollten sich erst einmal
einen besorgen und nach einer Woche “Herumspielen” wird die
Diskussion ueber den Nutzen, die OLPC Organisation und AMD/Intel’s
Rolle bzw. Motivation vielleicht auf einer solideren Basis gefuehrt.
Ich war dumm genug, auf die Werbung (Propaganda?) hereinzufallen und
habe Anfang Dezember zwei (!!!) OLPCs zum Preis von je $400 bestellt
- genau gesagt, ich habe zweimal zwei Geraete erworben, zwei wurden
an mich geliefert, gerade rechtzeitig vor Weihnachten, die beiden
anderen werden (hoffentlich) als Spende in irgendeinem
Entwicklungsprojekt landen.
Die Inbetriebnahme war, freundlich umschrieben, ernuechternd! Die
OLPCs sind keineswegs robust und intuitiv bedienbar! Auch wenn sie im
geschlossenen Zustand unzerstoerbar erscheinen, die Tastatur besteht
aus einer relativ duennen, profilierten (weichen) Gummimatte die
bereits auf den ersten Blick kein Vertrauen erweckte - Obwohl unsere
Kinder “tastaturerfahren” sind, ist die Tastatur eines der beiden
OLPCs bereits beschaedigt - die Gummimatte ist, eine eindeutige
Ermuedungserscheinung,
bei zwei Tasten (”e” und “i”) an der Basis des
erhabenen Profils gebrochen.
Die Konfiguration der OLPCs als Teilnehmer in einem WiFi Netz
erfordert einige Kenntnisse - die “adhoc” Peer-to-Peer
Netzwerkkonfiguration ist dagegen sehr nett geloest.
Das User-Interface ist extrem gewoehnungsbeduerftig - man muss mit
dem Mauszeiger in einen bestimmten Bereich des Bildschirms fahren um
das Menue zu wechseln/sichtbar zu machen, danach zum entsprechenden
Menueelement fahren … leider ist der OLPC sooo langsam und traege,
dass man kein direktes Feedback bekommt und oftmals die gewuenschte
Funktion verfehlt/nicht selektiert bekommt und/oder … uups … das
Menue ist wieder verschwunden.
Der OLPC booted sooo langsam … sorry, ein Bootvorgang einer
fixierten Systemkonfiguration von Flash sollte auch auf einer
langsamen CPU nicht laenger dauern als Windows-XT zu starten! Mein
486er …
Der OLPC hat anscheinend keine automatische Power-Down-Funktion - es
kommt taeglich vor, dass die Kinder vergessen, den Computer
auszuschalten und nach einigen (4 - 5) Stunden ist die Batterie leer.
Das ist kein Problem wenn man in den USA oder Europa lebt, aber wenn
man darauf angewiesen ist, die Batterien per Solar-Zelle,
Fahrrad-Dynamo- oder anderer, nicht kontinuierlich verfuegbarer
Energiequelle aufzuladen … das erscheint mir nicht gut durchdacht.
Ich koennte hier noch Seiten lang ueber den OLPC herziehen - ich bin
sehr enttaeuscht ueber die Faehigkeiten und Performance. Meine
persoenliche Meinung ist, dass sich hier ein paar Akademiker (sorry,
Prof. Negroponte!) und einige Firmen verewigen wollten, die
eigentliche Zielgruppe jedoch weit verfehlt wurde.
Michael
P.S.: Ich arbeite nicht fuer Intel!

Posted on August 25th, 2008 in Allgemein |


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